Fotografie, Gestaltung, Inspiration und Business
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00:00:21: So, da sind wir wieder.
00:00:23: Herzlich willkommen zum Bratgeist.
00:00:24: Fotografie pur mit Johannes Koch und mit mir mit Rüdiger Schestack.
00:00:29: Hallo erstmal
00:00:30: Ja Mensch Wir haben mal so ein Thema heute.
00:00:34: Da habe ich mir überlegt Machen wir heute Comedy oder Mal was Ernstes?
00:00:39: Es wird auf jeden Fall spannend.
00:00:42: Ja soll ich gleich reinfallen?
00:00:44: Mit der Waschmaschine mit der sogenannten
00:00:45: Aurei?
00:00:46: Ja, Thema Ähm, gibt es gute Bilder?
00:00:50: Oder was macht ein gutes Bild aus?
00:00:51: und kann man überhaupt sagen, gibt ist gute Bilder oder... Ja klar.
00:00:55: Sind wir ganz am Thema vorbei!
00:00:56: Die Bilder
00:00:56: die du machst sind die ich mache, das sind die guten Bilder.
00:00:58: Super, können wir an den Kopf halten?
00:00:59: Könnten wir uns gelten?
00:01:00: Schön dass ihr da wart?
00:01:02: Genau.
00:01:03: Nee ähm ja, nee.
00:01:04: das ist aber wirklich eine gute Frage weil man das natürlich oft hört.
00:01:10: Das sind gute Bilder.
00:01:11: Man sagt auch immer Ich mach
00:01:12: gute Bilder Genau, ich mach gut.
00:01:13: Die Kamera macht ... Nein, nein!
00:01:14: Du machst gut die
00:01:15: Kamera.
00:01:15: Ja ja, aber die Kamera macht gute Bilder.
00:01:16: Er stimmt.
00:01:17: Das krieg ich auch mal ernsthaft
00:01:17: zu hören.
00:01:18: Richtig genau, die Kamera hat ja gute Bilder... Nein, das Problem glaube ich, wenn wir jetzt mal ernsthafter dranbleiben, das problem ist glaube ich ganz einfach das was bedeutet denn ein gutes Bild?
00:01:28: Ich glaube die Frage hat sich jeder schon einmal gestellt wann ist ein Bild eigentlich ein gutes bild?
00:01:32: und kann man einfach sagen es sind gutes Bild und damit alles gesagt.
00:01:37: oder Oder gibt es vielleicht noch andere Worte für ein gutes Bild?
00:01:41: Ja, genau.
00:01:42: Man könnte ja sagen... Also gut ist ja ein sehr breiter Begriff.
00:01:47: Das kann hierfür alles stehen.
00:01:48: Dann gefällt mir gut!
00:01:50: Genau, man kann sagen, das gefällt einem gut.
00:01:52: Man könnt ja sagen, es ist ein starkes Bild, obwohl ein starker Bild wahrscheinlich eher was anderes implementiert.
00:01:59: Na doch, ein starkers Bild heißt... Die Story oder die Spannung ist gut gemacht im Bild, so vielleicht
00:02:06: könnte man sagen.
00:02:08: Dann sind wir ja schon quasi auch eher tiefer drinnen.
00:02:11: also...
00:02:11: Genau!
00:02:13: Ist ein Bild was nur mir gefällt ein gutes Bild?
00:02:16: Oder ist es ein Bild das vielen gefällt?
00:02:19: Ein gutes
00:02:20: Bild?!
00:02:20: Oder nur was technisch sauber fotografiert ist, was dann eben auch heiß scharf richtig belichtet im goldenen Schnitt
00:02:28: Zum Beispiel, also irrenschaufen Bilder sind dann quasi schlecht.
00:02:33: Genau.
00:02:33: Ganz viele Kommentare?
00:02:34: Ja, Definition schlecht und wenn es nicht im Golderschnitt ist geht schon mal gar nicht.
00:02:38: Nein!
00:02:39: Also ihr seht glaube ich das Dilemma und deswegen haben wir das auch bewusst so gewählt.
00:02:44: der Begriff gut Es ist ein relativer Begriff der jetzt nicht wirklich was aussagt würde ich mal sagen sondern man braucht immer einen Zusammenhang
00:02:54: Genau, also man braucht Kontext
00:02:56: sozusagen.
00:02:57: Also warum spricht vielleicht ein Bild Leute an und die dann der Überzeugung sind?
00:03:05: Das ist ein gutes Bild.
00:03:07: Und für den einen ist es ein gutesbild eben das sehr schnell verstanden wird.
00:03:12: Für den anderen ist vielleicht ein gutes bild eins dass ihn erstmal maximal verwirrt weil er dann länger dran kleben bleibt kann ja auch sein.
00:03:20: Das kann natürlich sein.
00:03:22: Wir können es ja mit einem vielleicht versuchen, ein bisschen aufzutröseln.
00:03:24: Genau.
00:03:25: Die Geschichte.
00:03:25: Ja, wir können ja anfangen... Ich finde das ein gutes Bild ist, wo Leute was haben möchten.
00:03:37: also wenn man jetzt mal in die Portraitgeschichte reingehen dann ist glaube ich für die Leute nicht jetzt für mich sondern für Leute von denen das Portrait ist ist, glaube ich ein gutes Bild das was Sie auch wirklich am Endeffekt kaufen.
00:03:54: Das ist aber auch schon sehr speziell weil ich die Erfahrung gemacht habe dass die Leute die Bilder eben ihre guten Bilder die sie aussuchen die für sich gut sind nicht die Bilder sind die vielleicht fotografisch wir als Fotografen als die besten ansehen sondern da wo sie sich selber auf dem Bild gut getroffen fühlen.
00:04:14: und das sind manchmal die Bilder, die ich am liebsten gelöscht hätte aber leider nicht gelöschen habe.
00:04:19: Sondern die Leute wählen oft gezielt die für mich jetzt schwächsten Bilder aus weil der eine sagt ja da sieht man meine Segelohren nicht so oder meine Nase ist nicht so groß ob das Bild irgendwie sonst nicht so schön es interessiert ihn nicht.
00:04:34: also ist für den gut oder die gut nur da wo sie oder er sich gefallen?
00:04:39: Ja, aber das ist doch schon super dass wir dann halt genauso eröffnen.
00:04:44: Genau.
00:04:44: Dann geht es nämlich nämlich genau auch gleich darum, dass glaube ich immer im Auge des Betrachters liegt was ein gutes Bild ist und vielleicht gar nicht so pauschal über einen Kamm scheren
00:04:53: kann.
00:04:55: Also der Begriff gut ist halt einfach so ein Begriff so ähnlich wie schön wo man sagt naja schön für wen?
00:05:02: Ja
00:05:02: also ja und so ist es einfach, das ist im Präkizip, es ist ein Begriff der erstmal was aussagt, aber dann sich nicht festlegt.
00:05:10: So würde ich mal sagen also man drückt damit aus, man findet das Bild in irgendeiner Form gelungen und sagt es ist ein gutes Bild will sich aber nicht festlegen wo und wie und warum weil wir es vielleicht auch selber gar nicht so genau weiß oder sich nicht so damit beschäftigt hat.
00:05:28: Dann ist es eher so einen Ausdruck von einem momentanen Gefühl.
00:05:33: Also ich zum Beispiel würde immer sagen Wenn ich nicht weiß, was mit dem Bild gewollt wurde und wofür es gemacht wurde, kann ich maximal sagen mir gefällt das Bild oder mir gefellt das nicht.
00:05:47: Alles andere kann ich nicht weil ich nicht weiss wo.
00:05:52: also wenn der Kontext fehlt... Ich meine Kontext habe ich wenn ich jetzt in einer Ausstellung bin Landschaftsfotografie, schwarz-weiß das Thema ist.
00:05:59: Dann habe ich einen Kontext und dann kann ich sagen Das Bild passt in diese Ausstellung.
00:06:03: also es ist gut.
00:06:04: In Bezug auf die Ausstellung Okay Aber wenn mir jetzt jemand ein Bild für die Nase hält ohne mir zu sagen warum wann wie hat er das gemacht?
00:06:12: Warum hat das gemacht was will er damit?
00:06:14: und fragt Ist das Bild gut?
00:06:15: Dann sage ich maximal das gefällt mir oder gefällt mich nicht?
00:06:19: aber Gut Kann Ich Nicht Sagen.
00:06:23: sind wir als Homo sapiens, so als Mensch vielleicht auch ein bisschen abhängig was wir taktiklich sehen.
00:06:31: Vielleicht spielt das auch eine ganz große Rolle die wir vielleicht gar nicht so wahrnehmen?
00:06:35: also ich bring mal schönes Beispiel.
00:06:38: wir nehmen mal einen sehr verschwommenen im Sinne von einer langen Verschlusszeit Also eher eigentlich gewolltes
00:06:48: unscharfes
00:06:49: Bild Was vielleicht eigentlich gut ist, was aber viele vielleicht gar nicht mitbekommen.
00:06:59: Weil sie es vielleicht oft sehen.
00:07:01: Meinst du dass das vielleicht auch mit rein spielt?
00:07:03: Dass man sagt okay wir können ja das böse Wort in den Mund nehmen soziale Medien.
00:07:11: Dass man sowas vielleicht gar nichts so sieht und deswegen vielleicht das auch bei vielen gar nicht im Gedanken drin ist, dass das ein gutes Bild sein kann.
00:07:24: Also ich kenne viele Kanäle zum Beispiel auf Instagram, die auch mit unscharfen Bildern arbeiten und die sehr viel Erfolg haben.
00:07:34: Was aber eher schwierig ist es wenn einer ein Fotokanal hat zb auf Instagram oder anderen sozialen Medien postet viele Bilder, die alle sagen jetzt mal scharf richtig belichtet was weiß ich blauer Himmel Kirschblüten Bäume usw.
00:07:50: Und dann kommt ein unscharfes Bild.
00:07:51: Dann verstehen sie Leute nicht.
00:07:53: Dann verstehen Sie nicht, was soll das jetzt?
00:07:57: Weil das in einem falschen Zusammenhang einfach so beliebig dazu geworfen wurde.
00:08:01: Wenn ich aber einen Kanal habe, wo lauter schwarz-weißgrobkernige unscharfes Streetbilder sind, wo Leute vorbeihuschen und die sind alle ähnlich dann kann ich es geil finden weil ich den Zusammenhang verstehe.
00:08:14: Also vielleicht nicht allgemein was man sieht oder was man sich sieht sondern wo steht das drin im Zusammenhang?
00:08:23: Also zu stark rausfallend aus der Reihe, dass sind die Leute entweder überfordert oder sie klicken halt drüber weg.
00:08:32: Aber ich bin nicht mal ketzerisch!
00:08:34: Jetzt kommt noch eine Frage ist es deswegen dann ein schlechteres Bild?
00:08:38: Obwohl's vielleicht einfach gut ist, obwohl jetzt nicht vielleicht gerade bei dem Thema bleiben in den... Social-Media-Kontext reinpasst.
00:08:48: Man hat jetzt nur scharfe Bilder und will mal zeigen, dass es vielleicht auch anders geht.
00:08:55: Macht das Bild dann weniger gut im Denen Sinn?
00:08:58: Oder wenn das Bild einfach wirklich gut gemacht
00:09:02: ist?
00:09:02: Na ja ... Gut in Bezug auf was?
00:09:06: Also gut auf die Platzierung sicher nicht.
00:09:10: Gut vielleicht auf die Idee Ja Aber da müsste ich die Idee wissen.
00:09:16: Also du siehst immer... Ich kann immer nur gut sagen, wenn ich weiß wofür was das ist.
00:09:21: Das
00:09:21: ist ja auch Sinn und Fakt der Geschichte.
00:09:24: Generell zu sagen dass es aber ein gutes Bild ist immer schwierig.
00:09:30: Es gibt auch Bilder, die sind richtig gut.
00:09:33: also ich habe auch schon Bilder gemacht, die ich richtig gut fand ... die aber gar nicht das wiedergegeben haben, was ich wollte.
00:09:40: Das war zufällig gutes Bild, ... ... was aber dann nicht ins Konzept gepasst hat und da ist es für mich halt ... ... in erst mal kein gutes Bild.
00:09:46: Das wäre einem anderen Zusammenhang ein gutes Bild... ... aber nicht in dem den ich wollte!
00:09:50: Also, das ist so mein Ansatz dabei.
00:09:53: Und jedes Bild kann im einen Zusammenhang ... ... ein gutesbild sein und im anderen eben nicht.
00:09:58: Wie gesagt zum Beispiel wenn man jetzt einen Job macht ... ... und ich fotografiere Bierflaschen,... Oder ich mache das mal noch einfacher und verständlicher.
00:10:08: Ich fotografiere die Mitarbeiter einer Bank für die Webseite, dann sind die Bilder, die ich abgebe, gute Bilder.
00:10:16: wenn sie genau in das Konzept passen also Hintergrundfarbe, Beleuchtung passend zu dem Konzept der wie eben die Werbergentur, die Bank darstellen möchte passt es auf die Web-Seite.
00:10:28: Und wenn das alles gegeben ist ein gutes Bild.
00:10:30: Wenn nicht so'n Bild jetzt in der Ausstellung hänge, dann würde ich sagen ja was soll das jetzt?
00:10:34: So ein gutes Bild, das ist ein Porträt von einer weißen Wand.
00:10:38: Von irgendjemandem der
00:10:39: auch nicht weiß?
00:10:40: Also es ist
00:10:40: ein
00:10:41: Bild dann gut wenn er seinen Zweck erfüllt.
00:10:43: Das ist schon mal... Ich glaube das ist die einfachste Erklärung.
00:10:47: erstmal, wenn es sein Zweck erfällt.
00:10:48: Das heißt ich brauche immer den Zweck oder den Zusammenhang.
00:10:51: also anderes Beispiel.
00:10:55: Ich komme in eine Ausstellung mit Street Fotografie zum Beispiel.
00:11:00: Das sind ja oft mal, da siehst du manchmal vielleicht nur eine Zerbeutekoladose neben einer Zigaretten-Schachtel auf der Straße liegen und dann kommen wieder spielende Kinder.
00:11:08: Dann kommt wieder was, wieder weiß, wieder was.
00:11:10: Da kann sein das einzelnes Bild vielleicht gar nicht als so gut empfunden würde.
00:11:17: Würde es nicht in dieser Reihe stehen die dann aber auch zusammenpasst, die dann auch diese Storyline wirklich passend ergänzt.
00:11:26: Also nehmen wir mal an dieses Bild, wo eine Skoladose auf dem Kopfsteinpflaster liegt so zerdrückt in schwarz-weiß.
00:11:31: Grobkörnig hoch kontrastlich vielleicht aber gar nicht so gut komponiert ist.
00:11:37: Aber wenn man die Ausstellung sich insgesamt anguckt passt es halt voll im Stil rein.
00:11:41: und dann sage ich das ist genau das richtige Bild für die Position und dann ist ein gutes Bild.
00:11:46: Wenn das Bild irgendwo einzeln stehen würde wäre es wahrscheinlich kein gutes Bild.
00:11:49: also erstmal der erste Eindruck.
00:11:53: Das finde ich ist ein ganz starkes Beispiel, wo man sagen kann.
00:11:56: Es hängt immer davon ab.
00:11:58: Punkt, punkt, Punkt!
00:12:00: Genau.
00:12:00: Aber wir können ja noch mal gucken was können denn Ründe für die Bezeichnung gut sein?
00:12:09: Das können wir machen.
00:12:12: Wir können ja sagen es ist technisch.
00:12:14: Wir könnten von der technischen Seite rangehen und ich glaube das ist relativ.
00:12:17: Was heißt technisch gut dann?
00:12:19: Technisch gut.
00:12:19: könnte er jetzt zum Beispiel sagen okay... Richtig belichtet.
00:12:24: Es ist wieder überbelichtet, noch unterbelichtet zum Beispiel?
00:12:28: Wir könnten sagen es ist technisch gut.
00:12:30: wenn man sagt okay es gibt wieder ausgebrannte Stellen noch quasi noch abgesoffene Stellen dann könnte man sagen okay technisch gesehen.
00:12:36: wenn man gesagt okay man hat das ganze Spektrum quasi abgebildet und wenn man das möchte auch wieder natürlich in den Zusammenhang Dann ist das ein technisch gutes Bild.
00:12:46: Stimmst du mir dazu?
00:12:47: Richtig aber das kann natürlich auch sein dass es eine Langzeitbelichtung ist die auch einmal frei technisch umgesetzt ist und zu einem einwandfreien bewegten Bild führt, dann muss ja nicht immer alles scharf sein.
00:13:00: Es kann auch eine ganz bezielte und perfekt technisch gemachte Unschärfe sein.
00:13:05: wäre auch auch dann ein technisch gutes Bild also alles was im Prinzip technisch gut drüber gebracht wird?
00:13:14: genau das wäre so technisch.
00:13:15: wenn man sagt Ja Die Schärfe ist da, wo sie hingehört.
00:13:21: Man kann ja mit Schärfen auch noch spielen... Und Schärf
00:13:24: ist eine gezielte Unschärfe, das sind Qualitätsmerkmale?
00:13:28: Ja, richtig!
00:13:32: Wir können mal ein Beispiel aufmachen.
00:13:35: Ich bin im Porträt Bereich relativ viel tätig.
00:13:41: Ein technisches Bild, in dem der Fokus da liegt wohl in der Regel hingehört, das heißt Minimum auf dem Gesicht und sagen wir mal im besten Fall auf dem Auge ist ein technisch gutes Bild.
00:13:55: Und jetzt sage ich aber okay dafür habe ich aber vielleicht den Moment nicht mehr mit bekommen sondern ich habe vielleicht zwei Bilder vorher vielleicht nicht genau den Schärfepunkt getroffen, dafür aber dem Moment.
00:14:11: Ich bin mir relativ sicher viele Leute würden sagen dass das quasi technisch nicht gute Bild das gute Bild ist weil die Emotionen glaube ich Technik ganz oft schlägt.
00:14:23: Genau dann bezieht sich das gut halt auf was anderes und es ist ja genauso wichtig und genauso positiv wenn man sagt es ist gut erwischt.
00:14:31: also ich habe den Charakter der Person gut eingefangen.
00:14:34: mich interessiert erst mal nicht, ob jetzt die Augen genau in der Schärfe liegen.
00:14:39: Dann ist es gut.
00:14:40: halt einfach als gut getroffen den Charakter gut getrofft und das ist wieder ein ganz anderes Kriterium.
00:14:47: dann einfach.
00:14:48: aber da würde ich jetzt nicht von technisch gut reden sondern würde ich eher von... Das ist eher so diese emotionale Geschichte dass man als Fotograf ist ja auch wichtig, dass man eine Situation emotional erfassen kann um den richtigen Moment zu erwischen.
00:15:04: Ja, aber glaubst du dass das vielleicht viele dann als ... ich sag mal als vielleicht Berechtigung für sich selber nehmen.
00:15:12: Dass sie halt einfach sagen naja was ist ja technisch gutes Bild?
00:15:15: Ist es ja alles scharf.
00:15:17: also weißt du was ich meine so ein bisschen dieses als Rechtfertigung ist es ja ein technisch gutes
00:15:22: Bild.
00:15:22: Das ist also Es ist halt der.
00:15:25: das einfachste Kriterium einen bild zu beurteilen ist eben Schärfe Belichtung und Schnittlinien, also Goldene Schnitt oder Quadrat oder sonst was.
00:15:36: Also das ist halt das Einfachste und es ist auch das was am wenigsten wo man am wenigstens kritisiert werden kann.
00:15:42: wenn ich sage dass Bild ist scharf dann ist es scharf.
00:15:44: Das kann man ja nachprüfen sozusagen.
00:15:48: Es ist schwieriger schon zu sagen Ich habe eine Situation gut eingefangen weil das schon wieder ein bisschen subjektiv wird Und deswegen versteifen sich viele glaube ich eben auf diese Technik Weil das halt nachvollziehbar ist und das ist auch ohne viel Kreativität auch in der Beurteilung der Bilder zu haben machbar.
00:16:08: Also jeder, der gucken kann ob's scharf ist, kann beurteilen ob es ein gutes scharfes Bild ist während so beurteilend auf dem Bild im Kontext gut steht.
00:16:20: das ist schon mal nicht so einfach und da hat dann ja auch viele.
00:16:23: also eine Ausstellung selber kuratieren Das ist mit das Schwierigste oder auf einer Webseite Bilder zusammensuchen.
00:16:29: Das wird schwierigst für Fotografen überhaupt, weil da wird es dann schon wirklich anspruchsvoll, während wenn ich sage Ich suche mir die Bilder aus, die am schärfsten sind.
00:16:38: Das ist so einfach.
00:16:38: Da will ich durchgucken und scharf, klar?
00:16:41: Und die posten sich dann aber... ...das ist halt sowas Einfachste und deswegen machen das natürlich auch viele.
00:16:48: Also ich sag's mir mal ganz böse, dass kann jeder gucken ob ein Bild scharf ist.
00:16:52: Gucken ob in der Regel geht das.
00:16:54: Genau!
00:16:56: Es ist durchaus berechtigt, aber es bedarf sich halt nicht nur darauf berufen.
00:17:00: Also beziehen auf nur das würde ich mal sagen.
00:17:04: Genau und dann gibt's eben gut in Bezug auf den Zusammenhang zu den anderen Bildern.
00:17:08: Gut auf habe ich die Person getroffen also Charakter oder den Moment hab' ich den Moment erwischt jetzt bei der Street Photographie halt superrelevant den Moment zu erwischen weil langweilige Straßen wo Leute langweiltig vorbeilaufen kann jeder und das ist langweillig.
00:17:26: Aber in dieser Langweiligkeit den kleinen Moment zu erwischen, wo es lustig oder komisch oder besonders ist.
00:17:35: Das ist die Kunst glaube ich.
00:17:37: und dann ist egal ob die Person, die da jetzt gerade so cool irgendwie im Bild ist, ob sie jetzt super scharf abgebildet ist oder nicht interessiert dann auch wieder nicht.
00:17:45: Und dann ist das Bild aber trotzdem ein gutes Bild.
00:17:47: Genau weil's im Kontext gibt?
00:17:48: Genau weils als für die Street Fotografie ein gutes bild ist.
00:17:51: Nicht für die Porträtfotografie vielleicht, aber für die street Photografie.
00:17:56: Das ist glaube ich so die Krugs dabei, wenn man sagt es ist ein gutes Bild.
00:18:00: Was haben wir noch?
00:18:01: Wir haben den Kontext in der Reihe also Ausstellung oder Buch- oder Webseitezusammenstellung.
00:18:08: Wir haben einen zeitlichen Moment.
00:18:12: Wenn ich zum Beispiel Reportage mache oder Eventfotografie Hochzeit da muss ich auch gucken klicke ich den richtigen Moment wo es halt richtig cool aussieht wenn der Schwiegerpapper auf die Fresse fliegt beim Tanzen oder
00:18:27: so.
00:18:27: Oder der Ring abhanden
00:18:28: kommt, genau!
00:18:29: Alles
00:18:29: schon passiert?
00:18:30: Also
00:18:30: so Momente, die halt unvergesslich sind im Umrichtigen... Ich glaube das ist auch bei der Hochzeitsfotografie eigentlich fast wichtiger als die super mega technisch aber langweilig ausgeleuchteten Bilder.
00:18:43: also nur die Brautbilder vor dem Baum stehen sind zwar schön und die braucht man vielleicht auch.
00:18:48: Aber ich glaube am meisten freuen sich die Leute eben über so witzige Bilder während der Veranstaltung, wo dann der Onkel irgendwie gerade seinen Kuchen in weiten auf gerissenen Mund reinstopft oder irgendwas was halt lustig ist.
00:19:00: Und da muss man halt dabei bleiben und da ist ein gutes Bild.
00:19:04: nicht nur das tolle Bild dass man mit einem riesigen Okta-Box draußen vorm Baum macht.
00:19:10: Das ist richtig.
00:19:11: Ja, wenn du Hochzeiten musst halt immer überall nirgends sein.
00:19:14: Genau.
00:19:14: Weil da hat mir weist wo was gesiert.
00:19:18: Also heißt also wir haben dann vielleicht als nächstes noch Komposition?
00:19:23: Gute Kompostion... Da gibt es natürlich wieder ganz viele Subaspekte.
00:19:28: Die Komposition ist nicht nur dann gut, wenn sie im Goldenen Schnitt ist.
00:19:31: Ich glaube das ist wieder das, was jeder nachprüfen kann.
00:19:34: Was beeinflusst.
00:19:35: Das ist wieder relativ einfach.
00:19:36: Foto-Fob machst du im Goldener Schnitt und dann sag ich, ah Barschisch!
00:19:39: Und deswegen ist es auch so beliebt, weil man kann's halt leicht hinkriegen.
00:19:43: Aber es gibt natürlich auch Kompositionen wo vielleicht am Bildrand nur noch der halbe Kopf und eine Arm rausgucken.
00:19:49: Das kann ein geiles Bild sein, weil das so dieses ich verschwinde hier gerade oder das erzählt halt die Geschichte.
00:19:54: Das heißt Komposition kann ganz viel sein.
00:19:56: Es kann viel sein, wo man vielleicht erst gar nicht dran denkt dass überhaupt Kompposition ist.
00:20:00: aber
00:20:01: Bilder mit neunzig Prozent leeren
00:20:02: Raum zum Beispiel ja super Bilder total gut.
00:20:08: Gute Komposition ist dann gegeben, wenn die Komposition dem Betrachter was erzählt.
00:20:17: Ich habe ein leeres Bild, da ist ein Himmel drauf und dann sehe ich noch eine Hand, die gerade aus dem Bild verschwindet Und noch ein Stück von einem Skateboard oder so.
00:20:32: Dann habe ich voll die Geschichte, die Rasgrad durchs Bild nicht hat und der Fotograf hat es nicht geschafft, den mehr drauf... Das ist gleich eine Geschichte!
00:20:37: Das ganze Bild kann cool sein.
00:20:39: Also
00:20:39: quasi gute Bilder sind die Bilder, die Geschichte erzählen?
00:20:42: Die Durchkomposition Geschichten erzählen.
00:20:44: und Kompositionen können ja auch mega statisch sein.
00:20:46: also Ich kann wenn ich jetzt einen Altar fotografiere dann wird er natürlich mittig Symmetrisch voll ins Zentrum reingesetzt.
00:20:52: Dann hab' ich diese Schwere.
00:20:55: Als Beispiel kann das vielleicht auch anders sein aber Also durch Komposition meine Geschichte erzählen.
00:21:01: Dann kann ich auch ganz banale Sachen total spannend wiedergeben und dann ist es gut, aber halt gut auf Bezug auf Komposition.
00:21:10: Könnte man ja auch gleich noch Perspektive mit einfließen lassen?
00:21:13: Perspektiven... ...er fließen lassen, Menschen's genau.
00:21:15: Perspektiv ist auch ein Gestaltungsmittel.
00:21:18: Genau!
00:21:19: Ja das ist auch ganz wichtig.
00:21:20: also ich merke immer wieder wenn man Wenn man jetzt zum Beispiel, also nehme mal an ich stehe auf der Straße.
00:21:26: Da spielt eine Band auf der Strasse und ich fotografiere die, stellen mich jetzt vor die hin.
00:21:31: Die Musiker sind vielleicht alle so groß wie ich oder ein bisschen kleiner.
00:21:34: Und ich stelle mich jetzt aufrecht hin und fotografier die.
00:21:37: Das sieht langweilig aus
00:21:39: weil ich es von oben runter mache.
00:21:40: Genau wenn ich mich aber jetzt z.B.
00:21:41: vor die Band knieh, weil der Gitarist mit seiner Gitarre so richtig ... und ich mach einen Weidwinkel direkt von unten Dann habe ich eine Superdynamik drin, also Perspektive erzählt eben auch Geschichten.
00:21:54: Und da ist dann glaube ich auch egal ob das verwackelt ist?
00:21:57: Das kann ja auch ganz gut sein, gut!
00:22:00: Das ist reingefallen.
00:22:01: Aber die Geschichte wird richtig erstes erzählen, also versteht der Betrachter und dann findet er es wahrscheinlich auch gut.
00:22:08: Es kann noch so ausgefallen technisch sein und keiner versteht's, dann werden viele halt auch sagen... verstehe ich nicht oder finde ich nicht gut im Zweifel.
00:22:15: Und das ist auch der Grund, warum wenn ich keinen Zusammenhang habe dann sage ich maximal es gefällt mir oder es gefellt mir nicht.
00:22:22: aber ich würde nie sagen dass ein gutes Bild oder ein nicht gutes Bild weil vielleicht ist es in dem Zusammenhang den ich jetzt nicht weiß ein richtig gutes Bild könnte sein.
00:22:32: durchaus
00:22:34: und da kann ich zum Beispiel gleich mal anknüpfen aus der Zeit wo ich nach Hochschule noch unterrichtet hab das Beurteilen von Arbeiten, die abgegeben werden von Studierenden oder Schülern später auch an der Berufsschule.
00:22:52: Da ist es mir eigentlich völlig egal gewesen immer ob mir die Bilder gefallen oder nicht.
00:22:57: also für mich war kein gutes Bild ein Bild was mir gefallen hat oder eine Arbeit oder eine Serie die mir gefallen habe oder nicht gefallen hat sondern Es gab ne Aufgabe.
00:23:07: Oder Die Schüler in der Studierende haben selber ein Konzept entwickelt und dann habe ich beurteilt, ob die mit den Bildern genau dieses Konzept getroffen haben.
00:23:20: Und wenn sie das Konzept hundertprozentig getroffen und verständlich getroffen hat und eine saubere Arbeit abgegeben haben, ist es eine gute Arbeit auch wenn mir die vielleicht überhaupt nicht gefällt oder nicht die persönlich so nicht machen würde.
00:23:31: Aber wenn die genau das gemacht haben was Sie wollten und auch ihren Stil... Also immer wie gesagt genauso gleiche wieder der Zusammenhang.
00:23:39: Wenn ich hab' ne Aufgabe gestellt Die Aufgabe wird durchgeführt und die Aufgabe wurde so durchgeführt, dass ich das verstehe.
00:23:46: Und dass es auch Sinn macht und dass es spannend ist, dann ist es eine gute Arbeit.
00:23:52: Quasi am Ziel vorbei wäre, gebe schwarz-weiß Bilder ab und man gibt
00:23:55: bunte Bilder?
00:23:55: Zum Beispiel!
00:23:57: Dann müssen wir schon sehr genau erklären.
00:24:00: Also theoretisch geht alles... Man kann natürlich auch die Schwarz-Weiß Fotografie über Farbe erklären aber das muss dann aber auch ... ein ziemlich schräges Konzept sein, dann kann das auch wieder cool sein.
00:24:12: Was war dein Nachtantrag?
00:24:13: Umschreibt!
00:24:14: Ich verrat den Studierende nicht zu viel... Genau.
00:24:21: Der Mützter wieder reinpasst.
00:24:23: Ja schön.
00:24:24: Also ja genau.
00:24:25: also deswegen ich würde auch nie was ausschließen.
00:24:28: Also ich werde nie ein Bild erst mal verwärfen nur weil es im ersten Moment völlig unscharf, völlig verwackelt, völlig dunkel, völlig hell ist.
00:24:37: Ich gucke mir erstmal die anderen an und oder lehst mal durch, was steht da und dann kann es ja auch super spannend sein.
00:24:43: Ja das ist durchaus genau so.
00:24:47: würdest du denn also sagen dass wenn man Bilder hat... Also das ist vielleicht gar nicht.. Dass ein einzelnes Bild vielleicht nur in der Serie funktioniert und trotzdem ein gutes Bild ist?
00:25:02: weil wenn das Bild nicht in dieser Serie wäre, wäre die Serie auch nicht gut.
00:25:06: Dann könnte man ja meinen oder ist meine Überzeugung Dann ist das trotzdem ein gutes Bild?
00:25:12: Naja, es ist dann ein gutes Bild in der Serie.
00:25:14: Also das würde ich schon so sehen weil es gibt ja auch Werke die eigentlich nur zusammen funktionieren und die auch gar nicht gedacht sind als Einzelbilder.
00:25:23: Also es könnte ja zum Beispiel sein du machst einen Panorama aus fünf verschiedenen Aufnahmen und setzt sie nebeneinander aber mit also nicht Merge an den Photoshop zusammenbauen sondern kann man machen.
00:25:36: du machst quadratische Bilder mit einer Haselblatt oder Rollerflex, von der Landschaft drehst die Kamera und hast dann ein Panorama-Bild aus fünf verschiedenen Quadraten.
00:25:48: Dann macht so einen Quadrat alleine wenig Sinn, sondern die gehören einfach zu werden.
00:25:53: Aber wenn es fehlt, macht das... Also könnte man ja sagen ist trotzdem ein gutes Bild, weil wenn's fehlen würde, würde diese Serie nicht mehr funktionieren?
00:26:01: Naja, es ist ein gutes Bild in der Serie aber kein gutes Bild ohne die Serie.
00:26:05: Schön!
00:26:06: Also es gibt wirklich Bilder, die nur als Serie funktionieren und auch nur so gedacht sind.
00:26:12: Es gibt natürlich auch Serien wo du Bilder rausnehmen kannst und diese sind für sich alleine stehend auch schon verständlich und erzählen auch allein schon eine Geschichte.
00:26:19: das gibt's natürlich genauso.
00:26:21: Und insofern man sieht ja auch wie vielfältig die Fotografie eigentlich ist.
00:26:26: Das merkt man gerade jetzt bei diesem Thema was ist gut?
00:26:29: Was ist nicht gut?
00:26:29: Dass wir es gar nicht sagen können was wirklich gutes Bild ist.
00:26:31: Ja!
00:26:32: Nur im Kontext sozusagen zu sehen ist
00:26:35: Genau Genau, also der erste Eindruck ist natürlich immer gefällt mir oder gefällt mich nicht.
00:26:40: Das hat glaube ich jeder und du stehst vor dem Bild und denkst das ist ganz nett?
00:26:44: Oder was soll das jetzt?
00:26:46: Aber das sollte nie des Endergebnis der Beurteilung beeinflussen.
00:26:51: Das heißt wenn ich im ersten Moment sage so was das jetzt und ich beschäftige mich dann damit kann es auch sein ich sagen okay wow geil weiß er so.
00:27:00: Wenn ich's dann verstanden hab.
00:27:04: Das ernüchterne ist eigentlich kein gutes Bild, obwohl es mir gefällt?
00:27:09: Das kann auch sein!
00:27:12: Da sollte man, glaube ich, offener sein... Ich habe oft die Erfahrung gemacht dass Leute viel zu voreingenommen sind beim Betrachten von Bildern.
00:27:21: da sollte man sich wirklich ein bisschen offener zeigen.
00:27:24: also nicht zu vor schnell urteilen sondern wenn man das möchte sicher auch den Mal die Fotografen anschauen oder mal gucken, was macht der sonst so?
00:27:34: Wenn man plötzlich... Geht man zum Beispiel auf die Seite von Fotografen.
00:27:37: Dann sind alle Bilder so!
00:27:38: Alle Bilder sind rosa und unscharf.
00:27:40: Da dachte man ja, was ist ein rosa-unscharfes Bild mit einem grünen und scharfen Strich drin?
00:27:45: aber wenn jetzt die ganze Seite mit rosa unscharfen Bilder mit verschiedenen Linien und Formen sind dann kann das mit dem grüner Strich halt richtig geil sein.
00:27:52: also es ist halt wie bei der Kunst auch und da müsste man offen sein.
00:27:56: Lichtsetzung, also wenn man ein Licht kann ja nicht nur setzen sondern man kann ja auch Licht sehen.
00:28:02: Man sollte es nicht glauben gerade wenn man draußen will.
00:28:06: Typisches wir können doch nochmal das Tweet-Thema aufmachen.
00:28:10: je nachdem ob ich mich auf die eine Seite vom Zebra Streifen stelle oder auf die andere kann ich damit ja auch ein Bild gut oder weniger gut sozusagen fotografieren.
00:28:24: Wie meinst du, eine Seite oder andere?
00:28:25: Naja
00:28:25: also wir können ja sagen man kann ja mit ihm nicht zum Beispiel fotografieren oder gegen das Licht.
00:28:32: Deswegen ich setze Zebra Streifen durch keine Ahnung wie man der darstellt.
00:28:37: Ich wollte jetzt nicht wieder Porträt sagen.
00:28:40: Generell Licht es gibt ja man kann einmal sagen gutes Licht draußen und ein gutes Licht im Studio.
00:28:46: da sind nochmal zwei paar Stiefel.
00:28:48: draußen kann ich die Lampen nicht umstellen aber ich kann natürlich die Kamera auch Positionen umstellen Und man kann im Schatten fotografieren, man kann die Sonne, die Fuß verstreuen.
00:29:01: Man kann aufhällen, abdunkeln, abschatten... Also da gibt es schon Möglichkeiten?
00:29:08: Ich kann gleich das Licht machen.
00:29:09: oder sehr hart ist, ob es das ja auch nicht gibt.
00:29:11: Es geht also nur kontrastreich oder weniger kontrastreich.
00:29:12: Genau!
00:29:13: Also man kann auch draußen gestalten, das wollte ich damit sagen.
00:29:16: und wann ein Licht gut ist jetzt mal draußen würde ich auch immer sagen, hängt davon ab was... ...ich mit dem Bild haben möchte.
00:29:27: Gerade Porträt macht Sinn wenn man das Gesicht erkennt meistens.
00:29:34: Es gibt aber auch schöne Personenaufnahmen die nur Silhouetten sind.
00:29:36: Das ist ja nicht schlecht.
00:29:39: Da ist auch wieder was, was will ich denn erzählen?
00:29:41: Aber da hat man sich ja auch Gedanken gemacht.
00:29:44: Also es ist ja nicht so dass man sich dann keine Gedanken macht.
00:29:46: also wenn man halt eine Silhouette darstellen möchte machst du dir vorher Gedanken und dann wird das Tendenziell ja schon ein besseres Bild weil du dich einfach nur irgendwie wahllos irgendwo hin deine Kamera hinhältst
00:29:59: und einen Bild machst.
00:30:00: Genau!
00:30:00: Wenn sich also...wenn das Licht die Aussage ergänzt im positiven Sinne Dann würde ich sagen, es ist ein gutes Bild.
00:30:07: Also wenn ich merke, ich wollte ein romantisches Bild machen unter einem Baum und da knallt jetzt nicht gerade die Sonne aufs Gesicht oder so sondern das ist stimmig gemacht und das hat auch die Kontraste sehr schön.
00:30:23: Und der Hintergrund wo die Sonnen halt hinkommt hinter dem Baum, der frisst nicht komplett aus.
00:30:27: Wenn ich das alles gemanagt kriege dann habe ich ein romantisches Bild in nem blühenden Baum mit schönen Personen stehen, bla bla bla.
00:30:35: Irgendwie sowas.
00:30:36: aber wenn ich das erreicht habe das Licht praktisch so eingestellt und so hinbekommen habe dass es eben alles passt dann ist es eben ein gutes Bild weil die Aufgabe erfüllt wurde.
00:30:48: Ja okay hab vielleicht ein schönes Beispiel.
00:30:50: Ich hab letztens einen Brautpaar auf dem Frito fotografiert.
00:30:53: Okay wie lange waren die schon tot?
00:30:57: Sie waren etwas älter.
00:30:57: nein also ja sie waren etwas Älter.
00:31:00: jetzt waren aber halt.
00:31:02: Ja,
00:31:02: es waren Leute natürlich aus der Grafik-Szene.
00:31:04: Das
00:31:05: geht doch schön.
00:31:06: Sie hat den Schwarzker heiratet und er hat den schwarz geheiratet als ganz passend.
00:31:11: Und da habe ich auch kein Setup genommen was ich jetzt für ein normales Propa genommen habe sondern ich hab sie halt auch sehr hart mit Licht fotografiert also auch sehr weit von der Seite her.
00:31:25: Dann habe ich sie dann so vor dem Grabstein hinsetzen lassen und hab dann halt wirklich von der Seite, also würde ich mit normalen Paupern nicht machen.
00:31:32: Also
00:31:34: die wollen das in der Regel nicht haben aber da hat es natürlich sehr gut gepasst und das war natürlich auch so... Es war eigentlich, wenn man davon ausgeht okay, es war eine Hochzeit quasi auch und trotzdem alleine nur durch das Licht was völlig anderes erzählt?
00:31:48: Ja Licht ist sowieso meiner Meinung
00:31:50: nach
00:31:50: Immer das Wichtigste in der Fotografie.
00:31:52: Ja,
00:31:52: ohne Licht geht
00:31:54: es halt nicht.
00:31:55: Aber auch wenn man das richtige Set-up hat, den richtigen Aufbau und die richtigen Leute, die richtige Klamotten und hat falsche Licht dann ist es halt auch nix.
00:32:04: Also das Licht ist auf der emotionalen Schiene viel mächtiger als alles andere.
00:32:11: Ja?
00:32:13: Das ist richtig!
00:32:14: Weißt du was auch mächtig ist?
00:32:16: Jetzt kommt der Verbelblog.
00:32:19: Leica, nein!
00:32:21: Mir müsste das ja nie können sein... Nein aber wir können ja nochmal den Bogen schlagen Wir sind ja nochmal auch analog unterwegs.
00:32:32: Würdest du sagen dass fotografische Fehler die bei Analog durchaus passieren sei es nur Bildfehler oder Emissionsfehler machen, die ein Bild nicht mehr gut?
00:32:46: ist also schlechter.
00:32:48: Also du redest aber jetzt eher von so Emulsions- oder technischen Fehler?
00:32:52: Ist es nicht gestalterische
00:32:53: Fehler?
00:32:53: Nein, nein!
00:32:54: Wir haben eigentlich alles richtig gemacht.
00:32:56: Wir waren im Studio und haben das Licht perfekt aufgebaut, keine Ahnung... Alles perfekt.
00:33:01: Und dann
00:33:04: sind Kratzer auf der Emulsion oder wir haben ein Wichteinfall von der Kamera.
00:33:08: Genau, richtig.
00:33:09: Jetzt sagt man, das ist nicht so gutes Bild
00:33:13: Genau, und das ist ja das wie die analoge Fotografie im Prinzip in Anführungszeichen aufgewachsen ist.
00:33:20: Man hat gelernt seit den... ...Achzehnhundert irgendwas wo nass Platten fotografiert wurden.
00:33:28: Die mussten perfekt sein.
00:33:29: Da durften keine ausgefressenen Ränder sein, was man heute so gerne sieht bei Nassplattenfotografie.
00:33:34: Das durfte überhaupt nicht sein das musste alles perfekt gerade sein.
00:33:38: Keine Fusseln.
00:33:39: also.
00:33:39: ich habe noch gelernt wie man Barrettpapiere retuschiert mit Pinseln.
00:33:45: Ich hab's gehasst muss ich sagen Das Bild musste eben so aussehen, als wäre es kein Analogis.
00:33:53: Es gab natürlich auch nichts anderes aber das musste halt perfekt aussehen.
00:33:56: heute wo wir Digitalkameras haben oder dass alles kein Problem ist da hatte schon wieder seinen Charme.
00:34:06: also ich habe Wenn ich auf meiner Instagram-Seite oder auf meiner Webseite Fotos, analoge Fotos zeige.
00:34:13: Ich schreibe mal dazu das ist jetzt eine Analogesfoto Dann mögen es die Leute viel lieber wenn man das auch sieht.
00:34:18: also grobes Korn Oder mal ein Fussel wenn's nicht übertrieben ist oder Mal den Rand mit den Nummern vom Negativ oder irgendwie sowas.
00:34:26: Das lieben die leute.
00:34:26: es war früher ein absolutes No Go.
00:34:28: Das heißt diese Fehler Diese analogen Fehler Von der analogen Chemie von der analogen Materialität sind heute fast schon wieder ein Statement und erzählen eben die Geschichte, dass es ein analoges Bild ist.
00:34:43: Und die Leute lieben das also im Prinzip... Ist dann wieder ein gutes Bild wenn's schön analog rüberkommt?
00:34:49: Da haben wir da so wieder den Kontext!
00:34:51: Da ist der Kontext wieder dabei genau und das hat sich stark geändert.
00:34:54: Das muss ich auch lernen.
00:34:55: Also ich habe am Anfang immer wahnsinnig retuschiert, meine negative Gescannte, immer Fusseln drauf oder mal irgendwie einen Kratzer Habe ich immer so wie blöd retuschiert und dann habe ich es mal vergessen an einer Stelle und guck mal so.
00:35:11: Dann retuschiere ich jetzt nicht mehr so stark, das kommt viel besser.
00:35:16: Also quasi ein gutes Bild trotz alledem?
00:35:18: Man hat ein neues Stilmittel gefunden.
00:35:20: dieses analog haptische materielle ist jetzt ein Stilmittel geworden was früher einfach nur ein Bildfehler war.
00:35:29: Das wird jetzt wieder benutzt und finde
00:35:31: ich... Jetzt können wir ja auch kranterisch auch sagen, eine Sicht weiß ob ein Bild gut oder schlecht ist.
00:35:37: Ist halt vielleicht doch abhängig von der Zeit.
00:35:42: Garantiert ein Beispiel!
00:35:44: In den Fünfzigern war es absolut verpönt Hände oder den Kopf in dem Porträt anzuschneiden als ein Porträt so zu machen, dass zum Beispiel der obere Bildrand in der Stirn ist oder mal so einen Arm oder einen Ellenbogen aus dem Bild rausguckt.
00:35:56: Das war ein absolutes No-Go!
00:35:58: Das Bild wurde sofort geschreddert.
00:36:00: und wenn man heute solche Bilder macht dann denke ich immer hey Leute die Fünfziger sind vorbei mach doch mal was modernes.
00:36:06: Ein Bild sieht viel näher aus, wenn man solche oben den Kopf leicht anschneidet oder irgendwie Arme aus einem Bild rausgehen.
00:36:13: das hat viel mehr Dynamik und da sind Zeitfaktoren es sind auch Geschmacksfaktoreen die damit rein spielen.
00:36:19: Das sind Gestaltungsmittel.
00:36:22: Ein Bild ist nicht dann gut, wenn es in den Fünfzigern gut war oder in den Achtzehntenhunderts, siebzigern ... Das
00:36:28: ist doch gar kein Problem!
00:36:29: Wir müssen einfach nur lange genug leben und dann werden unsere schlechten Bilder eigentlich besser irgendwann auch.
00:36:33: Irgendwann wird alles besser?
00:36:35: Ja, genau also das ist auch wirklich so.
00:36:40: Da muss man natürlich auch mit der Zeit gehen und der Begriff Gut ist da schon sehr fein verfächert in die verschiedensten Kategorien und gerade in der Analogenfotografie.
00:36:54: Da fragt man sich ja auch immer, was ist eigentlich das Gute an der Analogendfotographie?
00:36:58: Wenn digitale schneller billiger einfacher... Ja es ist einfacher.
00:37:06: Was ist... Reproduzierbarer.
00:37:08: Reproduzierbarer und so.
00:37:10: aber da kommen dann eben wieder andere Faktoren dazu wie das Erlebnis, die Handarbeit, dass im Labor stehen, auf den entwickelten Filmfreuen.
00:37:22: Also eigentlich das Leben als Faktor, die Freude an der Handarbeit sozusagen.
00:37:28: Das sind dann plötzlich wieder Faktoren, die da reinkommen.
00:37:30: Die gab es früher so nicht.
00:37:31: früher war es lästig.
00:37:32: also ich fand es früher lästiger als keine Digitalfotografie gab.
00:37:36: Ich fand Labor immer furchtbar.
00:37:38: Ich wäre froh gewesen wenn's nicht nötig gewesen wäre oder wenn ich es mir hätte leisten können das immer machen zu lassen.
00:37:44: Dann kam Digitalfoto und ... war ich wieder froh, dass ich wieder ins Labor konnte.
00:37:53: Also es ändert sich mit der Zeit natürlich vieles.
00:37:56: das ist schon richtig.
00:37:58: insofern macht's auch Sinn keine vorgebefertigte Meinung zu haben und auch immer wieder neu so entdecken.
00:38:04: was können denn gute Bilder heutzutage sein?
00:38:07: Ein gutes Bild kann ja auch sein zum Beispiel wenn man halt weiß okay man hat Fehler wenn wir jetzt gerade bei analog bleiben in der Emulsion, dass man sie dann halt auch nutzt.
00:38:23: Oder halt drin lässt einfach und sagt ja also ist nicht immer gut.
00:38:26: natürlich ich sage jetzt nicht jeder Fehler im Film ist immer gut.
00:38:29: manchmal läuft so ein Feder voll mitten durchs Gesicht oder durchs Auge dann sieht es halt einfach nicht gut aus oder das macht dann halt schon was kaputt.
00:38:39: es ist nicht alles gut nur weil es analoger Kratzer ist.
00:38:43: aber man sollte eben das vielleicht noch mal berücksichtigen.
00:38:46: das ist von Fall zu fall vielleicht auch helfen kann.
00:38:52: So wie man sagen kann, ein Bild bei dem der Horizont schief ist immer schlecht mag bei vielen in vielen Fällen sein das es ein schlechtes Bild ist.
00:38:59: aber es gibt vielleicht das eine Bild wo der leicht schiefe Horizont richtig geil ist.
00:39:04: wenn man jetzt so einen Schiff hat was gerade so rauschippert und nach der Methode ich gib's mal ein bisschen dann schwimmt zu selber.
00:39:10: also Das kann auch witzig sein.
00:39:11: Es kommt darauf an, wenn das Bild aufhängt!
00:39:16: Man kann damit ja spielen und dann kann es auch wieder cool sein.
00:39:18: Also es gibt nichts wo man sagt genau das ist glaube ich so ein ganz ganz wichtiger Aspekt.
00:39:24: Es gibt nicht so was man sagen kann du musst das und dass machen und dann ist es ein gutes Bild.
00:39:29: also Du musst scharf fotografieren, du musst im goldenen Schnitt sein oder du musst und du musst nur dann hast ein gutes bild.
00:39:35: und das ist nämlich das ist genau falsch.
00:39:37: Aber das ist jetzt doof.
00:39:38: Was heißt das Thema den Leuten, wie sie gute Bilder machen?
00:39:41: Ist ja doof!
00:39:42: Ich kann mir erst nicht sagen mach goldenen Schnitt überlichte richtig halt die Kamera gerade und richtig rum damit es ein gutes Bild wird.
00:39:48: Das ist natürlich doof als Fazit.
00:39:53: Also im Endeffekt glaube ich läuft alles auch darauf hinaus dass man so ein bisschen aus dem Bauch raus fotografiert.
00:40:04: also Wenn man das Gefühl hat, dass passt jetzt dann sollte man es halt einfach so machen wie es halt passt und nicht wie man denkt, dass es sein müsste.
00:40:12: Das geht x mal schief.
00:40:14: aber da muss man eben auch beachten wenn man berühmte Street Fotografen fragt Wie macht ihr denn das andauern?
00:40:24: so saugute Street-Fotos und sagen die, wir machen nicht andauernd gute Fotos.
00:40:28: Wir machen im Jahr vielleicht zwei oder drei richtig spitzen Fotos!
00:40:32: Und wenn ihr eine Ausstellung von uns seht dann sind das vierzig Jahre Fotografie und da
00:40:36: stehen halt keiner... Da hängen
00:40:39: dreißig Bilder in vierzig Jahren Fotografien.
00:40:42: also man sollte nicht frustriert sein wenn man denkt ich knips jetzt und dann muss es gleich Das Spitzenbild, das erste Platz vom Photosony Award, so zu sein.
00:40:54: Nee eben nicht!
00:40:56: Sondern gerade emotional zu fotografieren oder aus dem Bauch auszufotografieren bedeutet halt ich Erzeuger auch viel Ausschuss und es ist nicht schlecht weil ein gutes Bild dass vielleicht dabei ist rechtfertigt das natürlich.
00:41:12: Gerade wenn man jetzt Street-Fotografen fragt, die sitzen wirklich sehr lange manchmal an einen Ort und warten genau auf diesen einen Moment.
00:41:20: Und dann kommt der an den Tag nicht?
00:41:23: Am nächsten auch nicht!
00:41:24: Dann kommt vielleicht zehn Meter weiter links ein richtig guter Moment und sie haben ihn nicht bemerkt.
00:41:29: Oder noch schlimmer?
00:41:29: Haben ihm bemerknt oder nicht fotografieren können?
00:41:31: Der Film war voll... Also, es hängt euch nicht auf an dem Begriff gutes Bild, sondern macht einfach.
00:41:45: Macht und kümmert euch hinterher um weil manchmal ist ein gutes Bild wird auch erst später gut wenn man sich damit beschäftigt hat oder wenn man es eingeordnet hat.
00:41:56: Es gibt Bilder wo ich am Anfang immer dachte das ist mein Lieblingsbild aus der Serie und andere gar nicht.
00:42:03: Und ich gehe mal ein Jahr oder zwei später nochmal über die Serie, dann gefallen mir ganz andere Bilder.
00:42:08: Das habe ich völlig übersehen!
00:42:09: Das ist ja ein richtig gutes Bild.
00:42:11: Also diese sich trauen einfach auch emotional dabei zu sein glaube ich das kann die Qualität von Bildern unheimlich steigern.
00:42:21: Nicht zu schnell zu erteilen also nicht so schnell zu sagen dass es scheiße ist gut sondern das auch ein bisschen wirken lassen oder mal in Kontext stellen.
00:42:29: Es sind solche Sachen gerade beim Aussuchen von eigenen Bildern, was ja ein ganz, ganz schweres Thema ist.
00:42:35: Ein ganz schwieriges Thema für viele.
00:42:38: Viele machen viele Bilder und schaffen es aber nachher nicht – das haben wir glaube ich schon mal thematisiert -, die besten Bilder rauszusuchen weil sie dann völlig überfordert sind.
00:42:48: Und das hat eben auch mit diesem Begriff gut zu tun, dass Sie immer sagen, ist das jetzt ein gutes Bild oder ist es kein gutes?
00:42:53: Vergess diesen Begriff Gut sondern macht einfach einmal emotional eine Zusammenstellung als ob ihr eine Ausstellung machen möcht oder einen Buch machen wollt oder auf einer Webseite die Bilder aussucht.
00:43:05: Also ich finde immer so schnell das richtige Bild finden funktioniert manchmal sehr gut, da gibt es ja auch die Geschichte, die glaube ich jeder Fotograf erzählen kann.
00:43:18: zumindest ist.
00:43:18: damals war das ganz viel so.
00:43:20: wir haben in dem Studio immer zum Licht checken mit der Hasselblatt haben wir immer Polaroids gemacht und gucken und dann hast du halt Da hat man damals das Polaroid-Tasch fast nix gekostet.
00:43:33: Da haben wir irgendwie zwanzig, dreißig Polaroids umlegen gehabt, Lichttests und haben dann Rollfilme gemacht, fotografiert, Kontaktabzüge gemacht und haben mit den Visagisten in den Models zusammen die Filme angeguckt.
00:43:45: oder was findet ihr so?
00:43:46: Und fast immer war mindestens eines der Polaroides das beste Bild.
00:43:50: Das war einfach nur ein Testshot!
00:43:52: Ja, aber da haben wir jetzt halt ein bisschen schwierig...
00:43:57: Was aber auch heißt dass so spontane Sachen manchmal ganz gut sind.
00:44:01: Also nicht zu sehr overthinking, also zu viel Gedanken machen.
00:44:06: Ist das jetzt gestalterisch?
00:44:08: Ist es von dem und dem her gut?
00:44:09: Sondern mehr das Gefühl haben, jetzt muss ich abdrücken und dann einfach mal machen!
00:44:14: Und ich meine digital ist ja eh kein Problem.
00:44:16: Analog sollte man sich in Grenzen halten, ist klar aus Filmkosten aber... Ich mein, six-dreißig Aufnahmen sind ja auch einiges.
00:44:28: Es gibt Leute, die haben ein sechsentreißiger Film zwei Jahre in der Kamera, wir sind endlich mal abgeben.
00:44:33: Und auch zwanzig?
00:44:35: Meinem Vergesenheit-Karriere gerade nicht!
00:44:37: Also da gibt es immer Möglichkeiten.
00:44:39: das wollte ich damit sagen.
00:44:41: also gute Fotos ja nicht zu stark in Kategorien denken ist glaube ich so ein ganz wichtiger Tipp.
00:44:48: was meinst du?
00:44:49: Naja ich würde halt einfach als Fazit sagen gute Fotoste gibt es per se nicht als Oberbegriff sondern Ich glaube, man sollte einfach seine Bilder in einen Kontext selber auch setzen können.
00:45:02: Und wenn das schon gegeben ist dann ist es glaub ich per se schon ein besseres Bild.
00:45:09: Ich jag jetzt extra nicht gut sondern ein besseres Bild und ich glaube vielleicht auch mal zum Nachdenken für die hier zuhören was heißt gut für euch?
00:45:22: Macht euch vielleicht... Wir sind ja alle frei und wir leben im freien Land.
00:45:29: Und wir können halt selber entscheiden, was für uns selber auch gut ist.
00:45:34: Was eine sehr subjektive Geschichte wird.
00:45:37: Ob das jemand anders gefällt?
00:45:38: Das muss jeder der andere selbst entscheiden.
00:45:43: Vielleicht eine Übung für jemand, der sagt ich will es jetzt mal probieren Es gibt ne gute Übung sich in Kontext... denken anzueignen.
00:45:52: Wenn ihr jetzt rausgeht, weil das Wetter schön ist mit eurer Kamera dann geht nicht raus und sagt ich fotografiere jetzt mal einfach was mir so über den Weg läuft was schön ist sondern sagt Ich fotografier jetzt Türen nur Tünen die mir gefallen oder Fahrräder.
00:46:11: Ich fotografiere es nur Fahrrädern in den unterschiedlichsten Gegenlicht im Tunnel, im Einkaufszentrum egal ich fotografieren nur Fahräder irgendein Thema aussucht und nur das fotografiert.
00:46:23: Und alles andere, sei es noch so schön links liegen lasst dann lernt ihr im Kontext zu denken und dann werden die Bilder plötzlich auch besser weil ihr euch auf ein einziges Ding konzentriert findet plötzlich Sachen da wird er vorher vorbeigelaufen weil's vielleicht allgemein nicht so schön ist wie die Blümchen nebenan oder so.
00:46:42: Das ist eine Übung wo man Kontext üben kann wirklich Sachen finden kann, die sonst in Verbraugungen liegen.
00:46:50: Und das ist glaube ich eine tolle Übung weil das machen ja viele.
00:46:53: sie sagen so jetzt gehe ich mal mit meiner Kamera ein bisschen raus in den Natur oder was weiß ich?
00:46:56: Oder in die Stadt und dann einfach mal zu sagen Ich mache nur dass
00:47:01: Das ist übrigens auch super weil wir haben dazu auch schon einmal ne Vögel gemacht genau zu dem Thema.
00:47:07: Stimmt da hat mir damals gesagt mach mal nur schwarz-weiß Einfach mal reinhören.
00:47:13: Wir haben ja schon eine Million zweihundertdreißig Folgen gemacht.
00:47:17: Da ist bestimmt eine dabei, die euch auch gefällt und so wird es dann natürlich weitergehen.
00:47:22: Wir werden also hier nicht aufhören unseren Senf dazu zu geben.
00:47:25: zur Fotografie.
00:47:26: Genau richtig weil wir hoffen ja immer noch dass noch irgendwann gesponsert werden aber müssen jetzt mit den Namen nochmal üben.
00:47:35: Also
00:47:36: in dem Sinne
00:47:37: hat mich gefreut
00:47:38: vielen Dank das du wieder hier warst und wir sehen euch beim nächsten mal entweder auf YouTube oder im
00:47:44: Podcast.
00:47:44: Untertitel
00:47:45: im Auftrag des
00:47:47: ZB.